Sportjugend Dresden

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Erlebnisberichte zu den Outdoorcamps

 

 

» Outdoorcamp 2016

In der letzten Ferienwoche traf sich wieder eine bunt gemischte Gruppe fels- und wanderbegeisterter Kinder und Jugendlicher in Weißig in der Sächsischen Schweiz zum Outdoorcamp der Sportjugend Dresden.

 

Samstagmorgen trafen nach und nach alle Teilnehmer ein und wurden von sonnig-heißem Sommerwetter an der Herberge „Am Kulm“ begrüßt. Die Zelte wurden aufgebaut, Schlafsäcke und Isomatten ausgerollt und dann konnte ein erstes Fußballspiel auf der Wiese stattfinden. Unterdessen waren auch die Vertreter aus Salzburg angekommen und es kam zum freudigen Wiedersehen. Begleitet von weiteren angeregten Unterhaltungen ging es nach dem Mittagessen auf zur Wanderung über den Rauenstein. Zurück am Camp wurden alle mit Klettermaterial ausgestattet und wer wollte, konnte sich bei Klaus, unserem Kletterguide, eine Nachhilfestunde in Knotenkunde geben lassen

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Gut vorbereitet ging es so in den zweiten Tag, den wir an den Übungsfelsen am Rauenstein verbrachten. Nach ein paar wiederholenden Grundregeln zum Klettern im Sandstein hieß es Gurt anziehen, Einbinden, Partnercheck - und schon konnte es losgehen mit der ersehnten  Kletterei. Alle probierten sich aus, wagten sich an die Routen heran, überwanden z.T. ihre Höhenangst, gaben sich gegenseitig Tipps und feuerten sich an. Am Nachmittag holte uns leider der Regen ein, aber dennoch stapften alle mit zufriedenem Ausdruck im Gesicht zurück zu den Zelten.

 

Da der Regen über Nacht anhielt, blieb uns der Weg zu einem Gipfel am nächsten Tag verwehrt und so entschieden wir uns, in den Klettergarten im Liebethaler Grund zu fahren. Mit dem Bus ging‘s über Naundorf, Struppen und Pirna ins Wesenitztal zum felsigen Ziel. Die Sonne trocknete den Fels recht schnell ab und alle waren erfreut, sich nach dem gestrigen  „Aufwärmen“ heute an längeren Routen probieren zu können. Mancher wagte seinen ersten Vorstieg, andere freuten sich, dass dem Zutrauen ins eigene Können langsam die Angst wich. Aber auch dem gegenseitigen Sichern und der Konzentration auf den Kletterpartner musste Aufmerksamkeit geschenkt werden. Insgesamt ganz schön herausfordernd so ein Klettertag! Erschöpft schlummerte so mancher auf dem Rückweg in Bus oder S-Bahn vor sich hin, aber beim Anstieg von Wehlen hoch zum Rauenstein legten alle motiviert einen Endspurt ein, schließlich lockten eine erfrischende Dusche und Frisches vom Grill zum Abendessen. Gestärkt davon wurde der Abend mit Spielen drinnen und draußen verbracht.

 

Aufgrund der Regenprognose für den nächsten Tag hieß es am Dienstag: auf zur Stiegentour nach Schmilka. Zu Fuß ging es zunächst nach Rathen und von dort mit der S-Bahn nach Schmilka. Nach der Überfahrt mit der Fähre liefen wir durch den Ort hinauf und über den Heringsgrund zur Heiligen Stiege. Auf halber Höhe bogen wir ab auf den. Schmilkaer Höhenweg und folgten diesem, begleitet von schönen Ausblicken auf die umliegenden Gipfel, bis zur Rotkehlchenstiege. Dort stiegen wir dann stufig bergan und alle freuten sich über die Mittagspause, für die eine umgefallene, zum Klettern einladende Buche auserkoren wurde. Weiter ging es über die Obere Affensteinpromenade und durch die Hölle hinab dem eigentlichen Ziel entgegen: der Häntzschelstiege. Wir wählten dieses Mal die Zwillingsstiege als Einstieg. An deren Fuß hieß es Gurte und Klettersteigsets anlegen und noch mal die Regeln beim Klettersteiggehen besprechen. Zur überraschenden Stärkung gab es dann noch frischen Streuselkuchen aus der Mühlenbäckerei in Schmilka, der bis hier heimlich in einem Rucksack mittransportiert wurde. Mit Kraft und Mut ging es anschließend hinauf an Eisenklammern und durch den Wald hinüber zum oberen Teil der Häntzschelstiege, die uns mit weiteren Leitern hinauf auf den Langen Horn führte, von wo wir, z.T. schon recht erschöpft, die schöne Aussicht genossen. Der Rückweg über Reitgrat und Wurzelweg nach Schmilka gestaltete sich für manchen recht lang und zu allem Unglück verpassten wir dann auch noch die S-Bahn. Über Umwege kamen wir später als geplant im Camp an, aber nach dem Abendessen waren die Kräfte wieder gesammelt und am Lagerfeuer klang der Abend gemütlich aus.

 

Leider zeigte Petrus sich nachts wieder ungnädig, reichlich feiner Nieselregen fiel. Und so fuhr das Team Salzburg am nächsten Tag nach Dresden, während wir anderen uns in zwei Gruppen aufteilten. Die einen bleiben zunächst zum Spielen, erholen, lesen im Camp, während die anderen die 20m hohe Übungsabseile am Rauenstein in Angriff nahmen. Am Nachmittag tauschten wir die Gruppen, wobei von der zweiten Gruppe nur jeder 1x zum Abseilen kam, da es mal wieder zu regnen begann. Die Laune ließ sich aber keiner verderben und wir verbrachten einen fröhlichen Spieleabend im Camp.

 

Der Donnerstag führte uns aufgrund des nächtlichen Niederschlages nicht wie erhofft ins Bielatal. Stattdessen stiegen wir wieder in den Bus gen Liebethaler Grund, wo dann die Routen in einem anderen Sektor des Klettergartens erkundet und ausprobiert wurden. Wieder waren alle motiviert bei der Sache, sowohl beim Klettern als auch beim Sichern. Wer vom Klettern Pause machen wollte, konnte unterdessen das Gehen auf der gespannten Slackline ausprobieren, ein ziemlich wackliges Unterfangen. Mit reichlich Klettermetern in der Tasche ging es am Nachmittag zurück zum Camp, wo nach dem Abendessen noch ein Spiel wartete. Beim 100 Begriffe-Activity kämpften vier Teams um den Sieg. Die einzelnen Gruppen schwärmten auf dem Gelände aus, suchten bestimmte dort verteilte Zettel und versuchten dann, den auf dem Zettel befindlichen Begriff einem weiteren an der Basis wartenden Teammitglied pantomimisch dar zu stellen. Dazu kam es zu lustigen Vorführungen, bei denen auch die Jury, die aus den Betreuern bestand, ihren Spaß hatte. Die Teams versuchten alles, um es dem Ratenden zu erleichtern den Begriff zu heraus zu finden, denn erst dann konnte die nächste Zahl und somit der nächste zu suchende Begriff erwürfelt werden. Bis in die Dämmerung hielt die Suche an, bis schließlich ein Sieger feststand und am Lagerfeuer der letzte Abend beschlossen wurde.

 

Am Freitagmorgen hieß es dann schon wieder Zelte abbauen, leider wieder von Regen begleitet. Vielleicht passte das Wetter auch zum Abschied nehmen, denn eine erlebnisreiche Frischluftwoche, die allen Teilnehmern und Betreuern Spaß gemacht hat, ging zu Ende.

 

Auf ein Wiedersehen beim Outdoorcamp 2017!

 

Die Bilder gibt es hier.

» Outdoorcamp 2015

 

Auch in diesem Jahr fand das Outdoorcamp wie gewohnt in der letzten Ferienwoche in Weissig in der Sächsischen Schweiz statt.

 

Mit Freude begrüßte die Sportjugend Dresden am Samstag die diesjährigen Teilnehmer, unter denen viele bekannte Gesichter waren. Mit dabei waren außerdem wieder unsere Gäste aus Salzburg, über deren Besuch sich alle besonders freuten. Bei strahlendem Sonnenschein wurden die Zelte aufgebaut. Nach dem Mittagessen ging es auf die inzwischen traditionelle kleine Wanderroute über die Rauensteine. Am Nachmittag wurde das Geländespiel „Capture the flag“ gespielt. Einige kannten es schon von letztem Jahr und so wurden kluge Taktiken ausgeklügelt, um das andere Team zu schlagen. Erschöpft ging es danach zurück ins Camp, wo bereits das Abendessen auf alle wartete.

 

Am zweiten Tag verbrachten alle Teilnehmer die Zeit an den Übungsfelsen, wo jeder zeigen konnte was er drauf hat. Doch bevor es los ging hieß es erst einmal Sicherungsknoten üben, Gurte festziehen und Karabiner überprüfen. Als jeder die Routen geklettert ist, die er ausprobieren wollte, gab es noch ein besonderes Highlight: Abseilen in 12m Höhe in der freien Luft. Das kostete zwar ein bisschen Überwindung, aber alle haben es mit einem Lächeln im Gesicht nach unten geschafft.

 

Das schöne Wetter vom ersten Tag sollte nicht lange andauern, denn schon am Montag regnete es in Strömen und während die Salzburger die Stadt besichtigten (was vor allem darin bestand im „Globetrotter“ zu shoppen), verbrachte die andere Gruppe den Tag im Geibeltbad in Pirna. Die Rutsche und der Sprungturm waren geöffnet und so gab es auch hier eine Menge Action.

 

Weil keine Besserung des Wetters in Sicht war, ging es am folgenden Tag in die XXL-Kletterhalle nach Dresden. Mit Klettersachen ausgerüstet war bereits jeder von uns und dank Klaus, unserem Kletterführer, hatte die Gruppe sogar sechs eigene Seile, sodass zusätzliche Routen geklettert werden konnten. Von den Erfahreneren und Größeren unter den Teilnehmern wagten sich einige sogar an den Vorstieg. Wer keine Lust mehr auf seinen engen Klettergurt hatte, der ging einfach nach neben an zu den Boulder-Blöcken. Dort konnte man sich nach Lust und Laune im freien Klettern ausprobieren. Wenn man abrutscht passiert nichts, denn unten liegen dicke, weiche Matten.

 

Am Mittwoch wurden die Kinder und Jugendlichen in zwei Gruppen geteilt. Die eine Gruppe machte am Vormittag eine kleine Wanderung über die Bastei, die Schwedenlöcher und den Amselsee, während die andere Gruppe „House-Running“ am Felsen ausprobierte. Dabei läuft man mit dem Kopf zuerst den Felsen hinunter, wobei man von oben am Rücken gesichert wird. Am Nachmittag wurden die Gruppen getauscht.

 

Am vorletzten Tag zeigte sich die Sonne endlich wieder. Ausflugsziel an diesem Tag war der Klettergarten in Liebethal. Dort gab es die Möglichkeit verschiedene schwere Routen (vom Schwierigkeitsgrad 3 – 6) zu klettern. Die Betreuer waren erstaunt, wie schnell und sicher die Kinder die Felswände erklommen. Am Abend spielten alle ein Gemeinschaftsspiel, bei dem man pantomimisch verschiedene Begriffe darstellt, die man zuvor auf dem Camp-Gelände finden musste. Obwohl das gar nicht so einfach war, macht es den meisten viel Spaß und es gab einiges zu lachen.

 

Am Freitag  hieß es dann schon wieder Zelte abbauen und Abschied nehmen. Obwohl es laut unserem Kletterführer, der das Camp schon seit über 20 Jahren betreut, seit 1998 das regnerischste Outdoorcamp überhaupt war, haben sowohl die Teilnehmer/innen als auch die Betreuer das Beste daraus gemacht.

 

Wir hoffen, die Woche hat allen Spaß bereitet und alle freuen sich auf ein Wiedersehen zur Feier am 12. September oder im Outdoorcamp 201

» Outdoorcamp 2014

 

Trübe waren die Aussichten als sich unsere TeilnehmerInnen zum diesjährigen Outdoorcamp in der Sächsischen Schweiz einfanden. Während des Zeltaufbaus, des ersten Mittagessens und der Kennenlernspiele wollte sich keine Lücke blauen Himmels durch die Wolkendecke trauen. Doch das machte keinem der deutschen und österreichischen TeilnehmerInnen etwas aus. Nachdem die ersten Kontakte geknüpft wurden, spazierte die Gruppe munter ihre erste Tour in dieser Woche: zum Rauenstein und wieder zurück.

 

Tag 2 brach ebenso bewölkt an wie der letzte endete. Trotz Wind und Wetter sollte die Umgebung weiter erobert werden. Während ein Teil der Gruppe am Vormittag die Festung Königsstein stürmte, erprobten die anderen am Übungsfelsen nahe der Unterkunft ihre Kletterkünste und Sicherungsknoten. Nach einer kurzen Mittagspause auf dem Zeltplatz wurden die Gruppen getauscht, sodass sich jeder mit den bisher eroberten Gebieten vertraut machen konnte. Fast schon traditionell schlich sich nach dem Abendessen wieder spielerisch ein Werwolf Rudel durch das Camp-Dorf und brachte Schrecken und große Diskussionen mit sich.

 

Trotz andauernder Schlecht-Wetterlage konnte der Montag ganz im Zeichen des Kletterns gestaltet werden. Um die Wartezeiten am Fels zu verkürzen, teilte sich die Gruppe abermals und erklomm nach einander alle möglichen Wege auf die Laasensteine und die Khedive. Von den Kletterschwierigkeiten 2 bis 7 konnte sich jeder nach Mut, Größe und Erfahrung seinen Weg auf den Gipfel bahnen. Nach einem stärkenden Essen konnten die TeilnehmerInnen ihre überschüssige Tages-Energie beim allseits beliebten Geländespiel „Capture the flag“ in der Dämmerung loswerden.

 

In der Mitte der Camp-Woche mussten sich unsere tapferen Outdoor-Kids vorerst doch dem Regen geschlagen geben und in städtische Gefilde flüchten. Während die Ösi-Mädels sich zur Rätselrallye nach Dresden begaben, konnten sich die einheimischen Kids im Geibeltbad Pirna den spaßigeren Seiten des Wassers zuwenden. Auch gegen Abend zeigten sich keine Sonnenstrahlen über dem Camp und so wurden in gemütlicher Runde wieder Werwölfe aus dem Dorf vertrieben.

 

Mit Anbruch des neuen Tages konnte der Regen endlich verabschiedet werden und eine aufregende Klettersteigtour zur Häntzschelstiege beginnen. Mit der Kirnitzschtalbahn von Bad Schandau nach Beuthenfall, über den Klettersteig zur Idagrotte und über die Schrammsteine zurück nach Krippen wurde die Gruppe von ihren Füßen heute getragen. Am Abend entlarvte man weitere Werwölfe, die sich ins Dorf eingeschlichen haben und genoss eine sternenklare Nacht.

 

Am letzten Tag wurden Klettergurte und Muskeln am Rhombus und der Bärensteinscheibe noch einmal richtig beansprucht. Viele Wege führten auf die Gipfel, die die meisten auch einen nach dem anderen erfolgreich erkletterten. Nach einem leckeren Grill-Abendbrot und süßem Knüppelkuchen am gemütlichen Lagerfeuer, waren auf einmal die Betreuer verschwunden! So eine Aufregung am letzten Abend – in der Finsternis mussten die mutigen TeilnehmerInnen Jagd auf ihre Verantwortlichen machen und sich von jedem die Nagellack-Markierung holen bis sie wieder ins sichere Camp laufen durften und ihre letzte Nacht im Outdoorcamp 2014 anbrach.